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3 Tipps zum Umgang mit unnötigen Kommentaren

Mit Sicherheit habe ich hier und auf meinen anderen Kanälen nicht nur einmal erwähnt, wie mir dieser Umgang unter KollegInnen gegen den Strich geht. Wie ich bereits während meiner Ausbildung über den Ton in manchen Facebook-Gruppen entsetzt war. Etwas nicht gut zu finden ist das eine, aber andere mit erhobenem Zeigefinger anzugehen das andere. 

Das Sei DA! Event ist unter anderem deshalb entstanden, um einen Ort zu schaffen, wo man sich gegenseitig mit Respekt begegnet, wo man andere motiviert und dabei unterstützt, Ideen anzugehen und Herzensprojekte umzusetzen, wo man sich konstruktive Kritik einholen kann oder auch den fehlenden Tritt in den Hintern. 

Anfangs habe ich oft mit der Situation gehadert, mir vieles zu Herzen genommen und dadurch viel Zeit und Energie rauben lassen. Aber ich habe für mich einen sehr guten Weg gefunden, gut mit der Art mancher Menschen (und hier geht es nicht nur um Kolleginnen, sondern jegliche Kritik von Außen) umzugehen. Die drei Punkte die ich dabei beherzige möchte ich in diesem Artikel mit Dir teilen, in der Hoffnung, dass du es zukünftig auch leichter haben wirst! 

Anfangs habe ich mir vieles sehr zu Herzen genommen und mir dadurch vor allem viel Zeit und Energie rauben lassen. Ich möchte nun 3 wichtige Punkte mit Dir teilen, in der Hoffnung, dass du es zukünftig leichter haben wirst.

1) Ignorieren

„No response is a response. And it’s a powerful one.“

Für mich ist das glaube ich der schwerste Punkt. Die nervigen Kommentare einfach zu ignorieren. Mir fällt es wahnsinnig schwer, es einfach stehen zu lassen, wenn mir jemand das Wort im Mund umdreht. Wenn ich durch die Blume als dumm hin gestellt werde. Wenn mir vorgeworfen wird, meine Arbeit nicht richtig oder halbherzig zu machen. 

Wie oft habe ich schon über eine halbe Stunde wütend meine Antwort in die Tasten gehauen. Versucht, dabei irgendwie freundlich und diplomatisch zu bleiben. Meinen Standpunkt so zu schildern, dass ihn auch ein Fünfjähriger hätte nachvollziehen können. Gehofft, dass mein Gegenüber einsieht, dass der Kommentar für die Tonne war. Dass es überheblich war, über mich zu urteilen. 

Und das Ergebnis? Meist der nächste dekonstruktive Kommentar mit nur noch mehr leerem Inhalt, neuen Unterstellungen und weiterer Abwertung. Ganz zu schweigen von meiner verschwendeten Zeit. Und vor allem der Energie, die es einem raubt. 

Wie oft habe ich schon über eine halbe Sunde wütend meine Antwort in die Tasten gehauen. Und das Ergebnis?

Man redet einfach gegen eine Wand. Jemand der dich blöd findet wird dich auch weiterhin blöd finden. Auch wenn du ihm 100 Gründe dafür nennst, dass du toll bist. Jemand der dir gezielt ans Bein pinkelt, wird nicht nach deinem wütenden Kommentar hingehen und sich für die Sauerei entschuldigen. Kurz: man wird diese Menschen nicht mehr ändern. Da hilft auch kein diskutieren. 

Was ist also die logische Schlussfolgerung daraus? Richtig. Ignorieren! Einfach nichts drauf antworten. Das spart Zeit, Nerven und ganz unter uns … Das ärgert die Betreffenden häufig besonders. 😄

2) Blockieren

Für mich gab es aber noch ein weiteres Problem. Selbst wenn ich es ignoriert und nicht geantwortet habe, habe ich es ja trotzdem regelmäßig gesehen. Es taucht ja trotzdem immer wieder irgendwo auf. Und auch wenn man es nur sieht und es nicht einmal an einen selbst gerichtet ist, denkt man sich manchmal „ernsthaft jetzt?!“.  

Es hat mir weiterhin meine Energie und Zeit geraubt. Und das wollte ich unbedingt unterbinden. Ich brauche meine Energie für sinnvolle Sachen. Ich möchte positiv gestimmt bleiben und deshalb habe ich beschlossen alles was mir positive Energie raubt, alles was mich unnötig lange von den mir wichtigen Dingen abhält, abzuschaffen. 

Ich entfolge oder blockiere jeden, der mich nicht motiviert, nicht inspiriert oder nicht informiert.

Ich entfolge oder (zur Not auch) blockiere jeden, der mich nicht motiviert, nicht inspiriert oder nicht informiert. Jeden, der mir meine Nerven raubt, mit dem ich nicht auf einer Wellenlänge bin oder der nur von mir abgreifen möchte. Alles, womit ich mich nicht gut fühle kommt weg. Das gilt sowohl offline als auch online. 

Kein Mensch würde sich jemanden in sein Wohnzimmer setzen, der das Haar in der Suppe sucht. Der ständig mit erhobenem Zeigefinger vor dir steht und dir sagt, was du alles nicht kannst und nicht bist. Der nur darauf wartet, dass du etwas in seinen Augen falsches tust, damit er dich dafür angehen kann. Keiner! Niemals! Aber online lassen wir das zu. Wieso? Schluss damit!

3) Lass Dein Unternehmer-Ich darüber schmunzeln

Der letzte Punkte ist meiner Meinung nach der wichtigste. Mache dir bewusst, dass alle diese Kommentare, Anfeindungen, Degradierungen, erhobenen Zeigefinger und Lästereien nicht an dich persönlich, an dein privates-Ich gerichtet sind. Alles, was die Verfasser solcher Kommentare sehen und worauf sie sich beziehen können, ist dein Unternehmer-Ich. 

Und dann freue dich. Immerhin hast du es geschafft etwas zu tun, was deren Aufmerksamkeit auf sich zieht; sonst hättest du ja keinen entsprechenden Kommentar dazu bekommen. Ich z.B. freue mich immer besonders über persönliche Anfeindungen. Das hat für mich immer den Charakter eines Kleinkindes im Supermarkt, das schreiend und strampelnd auf dem Boden liegt, weil es nicht bekommt, was es möchte. 

Persönliche Anfeindungen haben für mich immer den Charakter eines Kleinkindes im Supermarkt, das schreiend und strampelnd auf dem Boden liegt, weil es nicht bekommt, was es möchte.

Mir wurde tatsächlich schon von einer Kollegin geschrieben, wie unprofessionell ich doch sei, weil ihr nicht antworte. Zum einen hatte ich die Nachricht erst drei Monate später in den Anfragen entdeckt, aber ja, zum anderen hatte ich auch keine Lust auf eine Diskussion über meine Entscheidungen.

Und worauf ich auch keine Lust habe, ist Menschen, die mich und das was ich mache blöd finden vom Gegenteil zu überzeugen. Ich lege einfach keinen Wert darauf, dass die Menschen mich professionell finden, die mich und andere angiften. Die sich für was besseres halten. Die meinen, mich noch erziehen oder belehren zu können. Oder die mich einfach doof finden. Nö, mag ich nicht.

Ich lege einfach keinen Wert darauf, dass Menschen mich professionell finden, die mich und andere angiften.

Ich frage mich manchmal womit die Menschen in ihrem Leben, in ihrem Alltag so unzufrieden sind, dass sie so abwertend mit anderen umgehen. Natürlich findet man nicht immer alles toll, was andere machen. Aber dann lass ich die anderen doch einfach machen und kümmere mich weiter um mein Bier. Dann setz‘ ich mich doch nicht hin und denk mir „So, jetzt brems ich die aber mal richtig ordentlich aus. Ich sag ihr erst mal, dass sie total unprofessionell ist, dass sie in ihrer Ausbildung offensichtlich nichts gelernt hat und dann weise ich sie mal noch darauf hin wie toll ich bin.“ Niemand der mit sich, seinem Leben und seiner Arbeit im Reinen ist tut das. 

Die Leute, die dich anfeinden haben ganz andere Baustellen! Das hat null mit dir oder mit dem was du machst zu tun. Jeder hat die Chance, das was du tust auch zu tun. Es hat sogar jeder die Chance, es besser zu machen als du. Aber: dann soll sie/er doch einfach machen und dich in Ruhe lassen! Danke.